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Akupunktur
Das Wissen um diese Methoden gehört im traditionellen China zu den Kulturtechniken wie Lesen und Schreiben, oder wie früher das Wissen um die Hausmittel wie Quarkwickel und Tee´s bei uns. Sie gehören zum Alltag. Die Gesundheitsvorsorge spielt eine weit bedeutendere Rolle als in den westlichen Kulturen. Die Ärzte verfügen über vertiefte Kenntnisse der TCM, beraten zunächst in der Gesundheitsvorsorge und arbeiten erst bei Störungen mit Kräutertherapie und Akupunktur. Die gesamte TCM basiert auf einem taoistischen Welt- und Menschenbild. Krankheit ist ein Zuviel oder ein Zuwenig an Energie an einem bestimmten Ort im Körper zu einem bestimmten Zeitpunkt. Der Arzt stellt durch entsprechende Maßnahmen das Energiegleichgewicht wieder her. Dazu benutzt er eine gezielt ausgewertete Anamnese (Schilderung der Erkrankung durch den Patienten) und ein komplexes Denkmodell der Energieflüsse zur Erstellung der sogenannten Syndromdiagnose. Dieses Denkmodell hat sich aus der Erfahrung von 4000 Jahren Behandlung herausgebildet und wurde ständig weiter verfeinert. Am Anfang stand instinktives Verhalten. Bei Kopfschmerzen massieren auch wir die Stirn oder den Nacken. Im Sommer essen wir eher kalt und im Winter eher warm. Sonnenlicht ist aktivierend und bei Dunkelheit ziehen wir uns eher zurück. Diese Erfahrungen haben die Chinesen sehr genau erfühlt und daraus ihre Vorstellungen von Gesundheit entwickelt. Die Wirkmechanismen der traditionellen chinesischen Medizin sind im Detail nicht bekannt. Sicher ist nur, dass Akupunktur wirkt. Wichtig ist ohnehin nicht wie Erfahrungsmedizin wirkt, sondern dass sie mit einer, den schulmedizinischen Methoden vergleichbaren Zuverlässigkeit wirkt. Ich habe jedenfalls mit der Akupunktur eine Jahrtausende alte Methode zur Verfügung, die mich fasziniert und ohne wesentliche Nebenwirkungen meinen Patienten hilft. |
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