Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT)

Stoßwellentherapie, Stoßwelle

Was ist eine Extrakorporale Stosswellentherapie?

Es werden Schalldruckwellen erzeugt, die in der Tiefe des Körpers gebündelt werden. Diese Verdichtung der Stoßwellen kann dann durch rhythmische und wiederkehrende Anwendung zur Zerrüttung eines Festkörpers, beispielsweise einer Verkalkung führen. Die Verkalkung wird durch die Stoßwellenbehandlung zu feinsten Partikeln zerrieben und kann dann vom Körper aufgenommen und auf dem Blutweg abtransportiert und ausgeschieden werden. Mit Ausnahme der Tendinitis calcarea beabsichtigt man bei den orthopädischen Indikationen aber in der Regel keine Zerrüttung von Festkörpern sondern eine Desintegration von Schmerzrezeptoren. Nach Ausfall dieser Schmerzrezeptoren kommt es in der Regel zu einer Verbesserung der lokalen Stoffwechselsituation und einen natürliche Heilung ist eingeleitet. Technisch werden die Wellen durch eine elektrische Funkenentladung unter Wasser erzeugt und mittels eines Halbellipsoiden in das Therapiegebiet fokussiert.

Wann wird die ESWT eingesetzt?

Die klassischen Indikationen sind seit 1980: Fersensporn, Tennisellenbogen, Kalkschulter (Tendinitis calcarea) und bestimmte Pseudoarthrosen. Seit einer internationalen Konferenz 2008 werden unter anderem auch Ansatztendinosen am Knie und an der Hüfte so wie an der Achillessehne als “approved standard indikations” gesehen. Es gibt darüber hinaus noch seltene Indikationen, die aber in unserer Praxis kaum eine Rolle spielen.

Wie ist der Ablauf der Behandlung?

Wir vereinbaren über die Mitarbeiterinnen der Praxis einen Termin am Klinikum Deggendorf in der urologischen Ambulanz (Erdgeschoss, ausgehend von der Hauptpforte wenden sie sich zunächst nach rechts  und biegen aber gleich hinter dem ersten Mauervorsprung unmittelbar neben der Pforte nach links in den Gang zur urologischen Ambulanz ein). Dort steht ein wenige Jahre altes Hochenergiegerät der neuesten Generation zur Verfügung. Niedrigenergiegeräte wie sie häufig ambulant bei muskulären Problemen eingesetzt werden eigenen sich aus meiner Sicht nur bedingt für Sehnen oder Verkalkungsproblematiken. Wir treffen uns also zum vereinbarten Termin in der Wartezone der urologischen Ambulanz. Sie bekommen im Therapieraum von mir eine Lokalanästhesie des betroffenen Gebietes und ich führe die Behandlung durch. Die reine Behandlungszeit beträgt ca. 20 Minuten. Die Behandlung ist unangenehm, aber nicht unerträglich. Sie erspart Ihnen zeit- und riskioaufwendigere Methoden. Unmittelbar nach der Behandlung könne sie das Klinikum wieder verlassen und auch selbst mit dem Auto nach Hause fahren. Meist sind ein bis zwei Behandlungen notwendig um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Bitte vereinbaren Sie für 3 Wochen nach der Behandlung einen Kontrolltermin in der Praxis

 

Literatur zum Thema: